5 einfache Marketing-Tipps für Autoren

Da viele Autoren oftmals keinen Plan haben, wie sie ihre Bücher vermarkten sollen, habe ich mal 5 Tipps zusammengestellt, die Selfpublisher leicht umsetzen können und helfen, das Buch zu vermarkten, auch ohne Verlag!

1. Willkommen im digitalen Zeitalter – Social Media

Ganz recht, du hast richtig gelesen. Mein erster Tipp, bevor du überhaupt veröffentlichst: Mach einen Blog, ein Instagram, Facebook, Snap-Chat, Pinterest, Twitter – Profil oder YouTube Kanal auf. Ja, du solltest dich vermarkten, nicht deine Bücher. Mein Tipp für dich ist, vermarkte zuerst deine Person, deine Fähigkeiten und hey, das muss nicht mal zum Buch passen, dass du geschrieben hast.
Warum? – Na dann mach mal einen Kanal auf zum Thema historischen Roman und versuche Interessenten dafür zu bekommen, viel Spaß …

Wer wirklich abheben will baut sich zuerst eine ordentliche Fan-Base auf, egal mit welchem Thema und verweist dann darauf, dass man auch ein Buch geschrieben hat und gibt auch das Genre an. Auch ein Genre spielt beim Erfolg eine große Rolle, aber das ist wohl ein etwas anderes Thema.

Praktisch ist natürlich, wenn man bereits auf Instagram eine ordentliche Fan-Base hat, bspw. durch #foodporn (bspw. Kochbuch), dann hat man es leichter.

2.  Blogger und Influencer

Such dir Blogger und Influencer, die auf ihren Blogs und Social Media Kanälen über dein Buch schreiben und sprechen, es rezensieren. Keine Angst vor schlechten Rezensionen, das sind nur Meinungen. Dem einen gefällt dein Buch, dem anderen nicht. Bücher sind Kunst und Kunst liegt im Auge des Betrachters, sie kann nicht jedem gefallen. Hierbei ist es wichtig am Ball zu bleiben. Lass dich vor allem nicht von Absagen verunsichern, wenn ein Blogger oder Influencer einmal keine Zeit hat dein Buch zu rezensieren oder du einem Influencer absagst, weil er zu teuer ist. (Ja, manche muss man bezahlen!)

Und wenn dein Buch nur 3 Sterne bekommt, solltest du dich als Autor nicht auf das eine Buch versteifen und einfach weiterschreiben und vor allem die Kritikpunkte als Übung beherzigen. Denn Übung macht den Meister.

Hier findest du reichlich eingetragene Buchblogger, die dein Buch rezensieren können:

https://www.lesestunden.de/topliste/
 

 
3. Investiere in dein Marketing

Wie bereits oben geschrieben kosten einige Influencer Geld. Die Reichweite ist hierbei entscheidend, desto höher, je mehr zahlst du. Vorsicht, es werden auch hier noch immer gerne Zahlen manipuliert, überprüfen kann man diese jedoch leicht mit diversen Webseiten im Internet. Bei Buchbloggern und Influencern kannst du oft Glück haben, dass diese kein Geld wollen. Die Kosten würde ich daher in der ersten Mail gar nicht erwähnen. Erwähne nur, dass du dich freuen würdest, wenn rezensiert wird, vor allem aber schaue dir deinen Blogger genau an „Über mich“ – Seiten solltest du deshalb genau lesen. Hat jemand ein „Media Kit“, bedeutet das auch oft, dass du diesen Blogger bezahlen musst, zugleich hat dieser aber auch einen schönen Überblick, wie hoch seine Reichweite ist und ob sich das für dich lohnt, wenn du zahlst.

Scheue dich nicht in das Marketing so viel zu investieren, wie du auch in die Produktion deines Buches gesteckt hast. Hast du in die Produktion nicht mal einen Cent gesteckt, dann würde ich mir an deiner Stelle einmal über deine Ambitionen als Autor Gedanken machen… Investiere in dein Werk, das ist die erste Marketing-Strategie überhaupt!

Denn würdest du gerne ein Buch kaufen, das:

1. Ein furchtbares Cover hat

2. Dessen Layout das Buch unleserlich macht und

3. Voller Fehler in Grammatik, Rechtschreibung und mehr ist?

Nein, das mutet man dem Leser nicht zu. Vor allem frage dich, „Würde ich mir das Buch denn kaufen?“

4. NetGalley, Vorablesen, Communitys

Plattformen oder Tools, die eine Sammelstelle für Vielleser und professionelle Interessenten darstellen. NetGalley ist eine Sammelstelle für Buchhändler, Bibliothekare etc. auch Blogger sind hier anwesend und eine Rezension ist garantiert. Wichtig, denn Rezensionen helfen dir und deinem Buch Aufmerksamkeit zu bekommen und gefunden zu werden. Schneller geht es durch NetGalley, dort bekommst du extrem viele Interessenten rein und auch wenn es was kostet, ist es die schnellste Möglichkeit Rezensionen zu bekommen. Kontaktiere einfach das Team bzw. Frau Elm von NetGalley und lasse dich vorab beraten. Auch Vorablesen ist interessant, aber nur für Bücher, die noch nicht veröffentlicht sind.

Communitys: Damit meine ich Sammelstellen, wie „Goodreads“ oder „Lovelybooks“ auch diese Plattformen sind interessant, um Leserunden zu veranstalten und eine gewisse Nähe zu deinen Lesern aufzubauen, ohne eine Lesung in der Öffentlichkeit abhalten zu müssen. Aber Vorsicht vor Lesern, die lediglich ein kostenloses Buch abgreifen wollen, denn solche ein Zwei spezielle Personen hatte auch ich in meinen Runden.

5. Digitale Lesungen, Gastauftritte und PR

Hast du einmal einen Online-Kanal, kannst du heutzutage auch locker eine Lesung digital hochladen und so eine dauerhafte Lesung im Internet anbieten (YouTube). Damit sparst du dir das Suchen von Veranstaltungsorten und Reisekosten, etc.  – das nenne ich dann Low-Budget Lesung. Stattdessen bist du digital immer erreichbar. Über Kommentare können Fragen gestellt werden. Sterne können vergeben werden oder anderes. Digital ist alles machbar, du kannst sogar eine Sitzung über Skype abhalten oder andere Tools, über die es dir möglich ist eine private kleine Lesung zu halten. Natürlich kannst du auch klassisch an öffentlichen Plätzen eine Lesung abhalten, bedeutet aber einen Kostenaufwand, den ich einem Selfpublisher einfach nicht empfehlen will (schon allein die Organisation geht in die Tasche und ist nichts für Autoren mit wenig Mittel).  Gastauftritte auf anderen Blogs zu einem Thema oder einfach mal die Presse anschreiben, kann man auch versuchen.

Interessant ist vielleicht auch dieses hier:
https://www.mental-leaps.de/home.html

Die Preise finde ich ganz moderat und das Magazin wird Zeitschriften beigelegt, wie bspw. die Cosmopolitan. Hier muss man natürlich Zielgruppenorientiert denken und sich gut überlegen, ob sich das für das angestrebte Genre lohnt.

Fazit:

Natürlich ist es effektiver, wenn man alle Methoden nutzt und nicht bloß eine (Marketing-Mix). Klar ist auch, dass es noch viele andere Möglichkeiten gibt, bspw. über Google AdWords eine Anzeige zu schalten. Das Ganze soll Reichweite generieren, nur so wird ein Buch bekannter und geht viral. Lass auch gerne mal ein Buch irgendwo liegen #wildesbuch (Instagram bspw.)

Hast du schon viele Follower oder eine ordentliche Fan-Base wird das hier ein Kinderspiel für dich. Jemand der das alles nicht hat oder nicht zu den Medien-Affinen Menschen gehört, der kann auch einmal über klassische Marketing Methoden nachdenken (Vorsicht, manches wird auch als unangenehm empfunden).

Bitte beachtet auch, dass du niemals einfach Buchhändler mit deinem Buch überfallen solltest, mach mit diesen lieber Termine aus! Buchhändler sind oft sehr beschäftigt! Große Buchhandelsketten erreicht ihr oft nur noch über NetGalley oder Vorablesen (Versucht es erst gar nicht im Laden, denn Thalia bspw. wimmelt Euch ab).

Wem jetzt schon der Kopf raucht und Marketing alleine zu viel ist, der sollte doch einmal über einen Verlag nachdenken. Schreibt viele Verlage an, denn bis eine positive Rückmeldung eintrudelt, kann man schon die Nerven verlieren – während ihr ein bis zwei Jahre wartet, dass sich jemand erweicht, könnt ihr schon am nächsten Buch arbeiten. Seht euch doch einmal an, wie viele Absagen berühmtere Autoren tatsächlich erhalten haben, bevor sie endlich bei einem Verlag genommen wurden!

Bei alle dem kann man über die Marketing-Strategie nur eines sagen: 

Don’t give up!

Hier noch einige hilfreiche Seiten:
  1. https://www.buchvermarktung.de/
  2. https://www.literaturjournal.de/2014/06/03/pr-agenturen/
  3. http://buecherschmiede.net/
  4. https://www.magicalcover.de/
  5. https://www.netgalley.de/
  6. https://www.vorablesen.de/
  7. https://www.epubli.de/
  8. https://tredition.de/
  9. https://www.neobooks.com/
  10. https://www.selfpublisherbibel.de/

Share me<3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.